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Sachverständige(SV)...
...die wegen der Beauftragung mit der Erstattung eines schriftlichen Gutachtens oft auch Gutachter/in genannt werden, haben die Aufgabe, ihre Sach- und Fachkenntnis für die Beurteilung bestimmter Fallkonstellationen in das Gerichtsverfahren einzubringen. Die Erteilung eines Sachverständigenauftrags ist grundsätzlich mit einer Fristsetzung verbunden, um eine unverhältnismäßige Ausdehnung des Verfahrens zu vermeiden. SV sind ausschließlich im Rahmen der gerichtlich festgelegten Fragestellung befugt, Informationen zu ermitteln und die Beteiligten zu befragen. Sie unterliegen der Schweigepflicht und dürfen Informationen an Dritte nur mit der Zustimmung der betroffenen Eltern, Kinder/Jugendlichen weitergeben.

Sie werden in der Regel mit der notwendigen Transparenz Kontakt zu den Beteiligten aufnehmen, um die Familiensituation und die Bedürfnisse der Kinder/Jugendlichen ein-schätzen zu können.

Je nach Auftrag des Familiengerichts sollen SV auf der Grundlage differenzierter Diagnostik ein schriftliches Gutachten mit einem Entscheidungsvorschlag zur Regelung der ge-meinsamen Elternschaft erstatten oder auf eine einvernehmliche Regelung mit den Beteiligten hinwirken. Gelingt dies im Rahmen lösungsorientierter Sachverständigentätigkeit, wird dem FG die einvernehmlich getroffene Vereinbarung mitgeteilt und ein ausführliches schriftliches Gutachten ist verzichtbar.

Wir empfehlen, sich die Arbeitsweise des/der SV gleich zu Beginn der Zusammenarbeit genau erklären zu lassen, falls dies nicht von selbst erfolgt.


Dieser Text ist in wesentlichen Teilen folgender Broschüre entnommen: Das Familiengerichtliche Verfahren bei Trennung und Scheidung und bei Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung, 2010; Hrsg: Niedersächsische Ministerien für Justiz und Familie u.ff; erstellt vom DIJuF e.V.