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Verfahrensbeistände
Verfahrensbeistände (oft auch als Verfahrenspfleger bezeichnet) sind als sog. „Anwälte des Kindes“ enge Begleiter/innen des Kindes/Jugendlichen in familiengerichtlichen Verfahren.

Sie werden immer dann vom Familiengericht eingesetzt,
• wenn das Interesse des Kindes/Jugendlichen zu dem seiner gesetzlichen Vertreter in erheblichem Widerspruch steht,
• wenn eine Entziehung der elterlichen Sorge oder
• Beschränkungen des Umgangs in Betracht kommen

Verfahrensbeistände haben die Aufgabe,
• die kindlichen Interessen festzustellen und im gerichtlichen Verfahren zur Geltung zu bringen, 
• die Kinder bzw. Jugendlichen in geeigneter Weise über Gegenstand, Ablauf und möglichen Ausgang des • Familiengerichtsverfahrens aufzuklären und 
• ggf. im Interesse der Kinder/Jugendlichen Rechtsmittel gegen getroffene Beschlüsse einzulegen. 

Darüber hinaus kann das Familiengericht den Aufgabenkreis der Verfahrensbeistände dahingehend erweitern, Gespräche mit den Eltern und weiteren Bezugspersonen zu führen, um so an einvernehmlichen Lösungen mitzuwirken.

 

Aus:
Das Familiengerichtliche Verfahren bei Trennung und Scheidung und bei Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung, 2010
Hrsg: Niedersächsische Ministerien für Justiz und Familie u.ff
erstellt vom DIJuF e.V.